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Syrien Teil 2

Das obere Kloster, sehr malerisch auf’m Berg gelegen, ist griechisch-orthodox und dem hl. Segius gewidmet, der, weil er sich weigerte, dem Jupiter zu opfern, enthauptet wurde. (dumm gelaufen.) Dieses  Kloster ist der letzte Ort auf der Welt, an dem noch aramäisch gesprochen wird. Eine junge Führerin demonstriert dies  am Beispiel des “Vaterunsers“.

Auf dem Parkplatz treffen wir unseren Fahrer nebst repariertem Bus und können das zwischengelagerte Gepäck wieder einladen. Griseldis behauptet nun steif und fest, Rucksack und  Jacke im Kleintransporter gelassen zu haben (“das ist jetzt nicht war, Griseldis, oder?!!!“), aber Sergius sei Dank hat sie sich geirrt, die Klamotten liegen einsam und verlassen im Café rum.

 

Das zweite Kloster “Mar Thekla“, ein Frauenkloster, ebenfalls griechisch-orthodox, liegt in einer Schlucht und ist um Grotte und Grab der heiligen Thekla, einer Märtyrerin aus der Apostelgeschichte, gebaut. In der Schlucht rutscht zur Abwechslung mal Anne aus, es geht aber gut ab, nichts mit neuem Märtyrertum. Nun haben wir uns das Shoppen verdient! Allerdings fahren wir nicht zum Suq, der hat nämlich am heiligen Freitag geschlossen, doch das christliche Viertel hat auch Geschäfte, schaun wir einfach dort mal rein. Wir befinden uns also mal wieder “auf dem Wege nach Damaskus“. Gesine nutzt die Gelegenheit, sich im Namen der Gruppe bei Khaleb und dem Fahrer (Jaleb?) zu bedanken und die Knete zu übergeben. Khaleb freut sich, auch er hält auch noch eine kleine Rede. In Damaskus angekommen, werden wir an einer ziemlich auffälligen Kreuzung vor einem Café freigelassen und schwärmen aus. Es ist rammelig, Straßen und Läden voller Menschen, ständig wird man angehupt, und das Angebot in den Geschäften enttäuscht. Ich stelle fest, dass auch Syrien bereits in chinesischer Hand ist, die Tücher, die man hier kaufen kann, stammen zumeist von da. Etwa nach einer Stunde geben Elisabeth und ich auf und steuern das Café an. Nach und nach kleckert dort die Gruppe zusammen. Pünktlich auf die Minute sind alle wieder da, sogar Ingrid.

Zum Schluss noch ein wundervoller Ausblick vom Berg Kassiun über das Lichtermeer der Stadt, dann werden wir zum Hotel gebracht. Das ist uns von der ersten Nacht noch in guter Erinnerung, wir gehen es also ohne Argwohn an.

Während Khaleb an der Rezeption noch Anweisungen für das morgige Wecken gibt, kommt das ersten Pärchen (Fritz und Dirk), das sich bereits auf’s Zimmer begeben hatte, zurück. Es gibt nur ein Doppelbett mit nur einer Decke, welche zu teilen sie nicht bereit sind.  Der Rezeptionsmensch gestikuliert, erzählt was von “Hotel  ausgebucht“. Während Fritz und Dirk ihr Zimmer mit Griseldis tauschen, die als Einzelbewohnerin natürlich getrennte Betten hat, erscheint ein Vertreter des nächsten Paares. Ute. Doppelbett mit nur einer Decke. Zwischendurch will der Rezeptionist von Elisabeth wissen, wann wir geweckt werden möchten. Na wie die anderen, um 4!  Warum er fragt und warum er die Antwort nicht kapiert, entzieht sich meiner Kenntnis.  Auch unser Zimmer hat nur ein Doppelbett. Während Elisabeth protestieren geht, taucht der Kofferboy auf, bastelt aus dem Sofa ein Bett und besorgt, fröhlich und in aller Ruhe Laken, Decke und Bezug, während alle anderen sehnsüchtig auf ihr Gepäck warten...

Beim Abendessen treffen wir auf eine GEBECO-Gruppe, Neuankömmlinge, vermutlich Wessis aus besserem Hause, oberstudienratsmäßig steif und übel gelaunt, so was wie “Guten Abend“ geht ihnen völlig ab. Man bekommt mit, dass sie unzufrieden mit dem Hotel sind und an einer Beschwerde basteln. Ha, bei dem Gedanken an die Hotels, die ihnen noch bevorstehen, überkommt uns ein Anflug von Schadenfreude. Abendessen ist okay, Vorspeisen, Fladenbrot, welches wir nun mehr so gern sehen bzw. essen, Reis, Yoghurtsoße und Fleisch. Pudding. Der Bedienungsservice hat sich während der letzen Woche keinesfalls verbessert. Nur haarscharf verpasst einer der Speisekellner die Chance, von mir eine gelangt zu kriegen! (erst muss ich 2x den Kopf einziehen, weil er die Soßenschüssel so blöd hält hält, dann rempelt er mich beim Abräumen so grob von der Seite an, dass ich fast vom Stuhl kippe, natürlich ohne Entschuldigung)

So, für heute reicht es, noch ein Pfeifchen im Foyer, später, nach bestandenen Kampf mit dem Koffer noch eins auf dem Balkon und “gute Nacht“.

Samstag, 15.November 2008 – Damaskus – Frankfurt – Leipzig

Wecken um 4 hat schon mal nicht geklappt. Es ist 20 nach, als das Telefon klingelt. Selbst das haben wir nur Carola und Cathrin zu verdanken! Ich kämpfe mit dem Koffer, der Gepäckträger scharrt bereits mit den Hufen. Elisabeth geht schon runter. Koffer abschließen ist nicht, ich kann den Schlüssel nicht finden. Muss es eben so gehen. Für das Frühstück ist die Zeit zu knapp. Wir müssen los. Ich bin sauer, früh ohne Kaffee geht gar nichts. Dann auch noch Rosemaries Begrüßung, die statt des üblichen “Guten Morgen“ lautet “Dein Klopapier lag noch im Bus!“ Mal abgesehen davon, dass es nicht meins ist, baut so was auf. Elisabeth, die der Klopapiergruß als nächstes trifft, ist auch gleich richtig auf den Tag eingestimmt. Gut, dass wir nach Hause fliegen. Draußen ist Nebel. Bei dem Gedanken an die Plinsen aus neuen GEBECO-Gruppe stimmt dies  allerdings eher fröhlich, es sei ihnen vergönnt! Am besten täglich. Das Einchecken auf dem Flughafen geht flott, Khaleb kümmert sich um das Gepäck, wir kriegen eine Handvoll Klebeteile, machen sie fest + verabschieden uns erst mal von der Last. Bei näherer Betrachtung der Anhänger merkt man später, dass ein Teil der Koffer nun Elisabeth gehört. (Mal sehen, wie sie die alle wegkriegt!)

Beim Abschied von Khaleb prägt Fritz mal wieder einen goldenen Satz: “Wenn ich das nächste Mal nach Syrien komme, hoffe ich, dass auch die Ukraine zu Euch gehört!“

Es bleibt ausreichend Zeit, in den Shops rumzuschnarchen um die letzten Pfunde loszuwerden und einen Kaffee zu trinken, dann auf zum GateDann allerdings passiert erst mal gar nichts, denn es nebelt noch immer. 8.00 Uhr sollte Start sein. Gegen 8.45 wird im Transitraum ein Raucherbereich eröffnet. Irgendwann nach 9.00 werden wir in den Flieger gelassen. O-Ton Elisabeth: “Damaskus 9.00 Uhr. Nebel. Die Frisur sitzt!“

Zwischenlandung in Aleppo, dort wird die Kiste richtig aufgefüllt, dann geht es tatsächlich Richtung Frankfurt. Syrian Airlines ist nicht besonders komfortabel und der Bordservice entspricht qualitativ den Getränkekellnern in syrischen Hotels, aber man hat irgendwie mehr Beinfreiheit als in Maschinen anderer Fluggesellschaften. Schwierig ist es allerdings, für die Sammlung von Hedwigs Cousin eine Kotztüte zu finden, die gibt’s nämlich nicht an jedem Platz.

Die Verspätung der Maschine hält sich in Grenzen, wir dürfen also hoffen, den Zug, für den wir reserviert haben, zu kriegen. Wenn es ihn denn gibt. Auschecken, Gepäck fassen, mein Koffer als letzter, kennen wir schon, in den Bus zum Fern-bahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, das alles, um auf dem Bahnsteig zu erfahren, dass es diesen Zug nicht gibt, wir unsere Reservierung vergessen können und heute in die Richtung sowieso nichts mehr fährt. Es lebe die Deutsche Bahn!!!

Vom Hauptbahnhof allerdings könnte noch was abgehen. Genaues weiß man nicht, es könnte knapp werden, aber vielleicht ....???.

Okay. Runter vom Bahnsteig, Rolltreppe abwärts, macht Spaß mit den Koffern, Gesine hat zu ihrem noch den von Griseldis an der Backe, rein in die S-Bahn, zum Hauptbahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, für Gesine verdoppelt ..Kurz vor dem Bahnsteig, an dem der für uns infrage kommende Zug stehen kööönnte, nicht aber steht, schicken uns zwei (wirklich) nette Bahnmitarbeiter am Nebengleis in einen verspäteten Zug bis Hanau, dort soll wohl ein Zug nach Leipzig eingesetzt werden. Wir schaffen es gerade, uns und das Gepäck reinzuquetschen. Knappe Viertelstunde bis Hanau. DA steht doch tatsächlich ein Zug NACH LEIPZIG. Allerdings auf dem Nachbargleis, welches nur über Treppen zu erreichen ist. Erst runter, dann auf der anderen Seite wieder hoch. Prima! Ich verfluche meinen Koffer und jegliche  Datteln, Kekse, Steine. Während Dirk und Fritz locker und flockig mit ihren Köfferchen entschwinden, bewältigt Gesine Griseldis’ Koffer, dann ihr eigenes Gepäck und letztlich noch das von Ingrid. Schnaufend und fluchend schafft sie’s gerade so, in den Zug zu hüpfen, bevor der sich in Bewegung setzt. Während ich die Abteile nach den anderen aus der Gruppe und 3  freien Plätzen durchforste, lässt Gesine sehr zum Vergnügen einiger Herren von der Bahnpolizei heftig  Dampf ab. Asyl finden wir bei Ute, Peggy und Dirk. Im Nebenabteil, in dem sich’s Ingrid und Rosemarie bequemgemacht haben, treffen wir auf einen unserer Pfarrer, der vor Freude gleich die Keksdose kreisen lässt.

Die Hallenser und Elisabeth verabschieden wir bereits im Zug, wir anderen bepföteln und umarmen uns auf dem Bahnsteig. Mit Ausnahme von Ingrid, die ist dann mal weg.

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Syrien Teil 2

Das obere Kloster, sehr malerisch auf’m Berg gelegen, ist griechisch-orthodox und dem hl. Segius gewidmet, der, weil er sich weigerte, dem Jupiter zu opfern, enthauptet wurde. (dumm gelaufen.) Dieses  Kloster ist der letzte Ort auf der Welt, an dem noch aramäisch gesprochen wird. Eine junge Führerin demonstriert dies  am Beispiel des “Vaterunsers“.

Auf dem Parkplatz treffen wir unseren Fahrer nebst repariertem Bus und können das zwischengelagerte Gepäck wieder einladen. Griseldis behauptet nun steif und fest, Rucksack und  Jacke im Kleintransporter gelassen zu haben (“das ist jetzt nicht war, Griseldis, oder?!!!“), aber Sergius sei Dank hat sie sich geirrt, die Klamotten liegen einsam und verlassen im Café rum.

 

Das zweite Kloster “Mar Thekla“, ein Frauenkloster, ebenfalls griechisch-orthodox, liegt in einer Schlucht und ist um Grotte und Grab der heiligen Thekla, einer Märtyrerin aus der Apostelgeschichte, gebaut. In der Schlucht rutscht zur Abwechslung mal Anne aus, es geht aber gut ab, nichts mit neuem Märtyrertum. Nun haben wir uns das Shoppen verdient! Allerdings fahren wir nicht zum Suq, der hat nämlich am heiligen Freitag geschlossen, doch das christliche Viertel hat auch Geschäfte, schaun wir einfach dort mal rein. Wir befinden uns also mal wieder “auf dem Wege nach Damaskus“. Gesine nutzt die Gelegenheit, sich im Namen der Gruppe bei Khaleb und dem Fahrer (Jaleb?) zu bedanken und die Knete zu übergeben. Khaleb freut sich, auch er hält auch noch eine kleine Rede. In Damaskus angekommen, werden wir an einer ziemlich auffälligen Kreuzung vor einem Café freigelassen und schwärmen aus. Es ist rammelig, Straßen und Läden voller Menschen, ständig wird man angehupt, und das Angebot in den Geschäften enttäuscht. Ich stelle fest, dass auch Syrien bereits in chinesischer Hand ist, die Tücher, die man hier kaufen kann, stammen zumeist von da. Etwa nach einer Stunde geben Elisabeth und ich auf und steuern das Café an. Nach und nach kleckert dort die Gruppe zusammen. Pünktlich auf die Minute sind alle wieder da, sogar Ingrid.

Zum Schluss noch ein wundervoller Ausblick vom Berg Kassiun über das Lichtermeer der Stadt, dann werden wir zum Hotel gebracht. Das ist uns von der ersten Nacht noch in guter Erinnerung, wir gehen es also ohne Argwohn an.

Während Khaleb an der Rezeption noch Anweisungen für das morgige Wecken gibt, kommt das ersten Pärchen (Fritz und Dirk), das sich bereits auf’s Zimmer begeben hatte, zurück. Es gibt nur ein Doppelbett mit nur einer Decke, welche zu teilen sie nicht bereit sind.  Der Rezeptionsmensch gestikuliert, erzählt was von “Hotel  ausgebucht“. Während Fritz und Dirk ihr Zimmer mit Griseldis tauschen, die als Einzelbewohnerin natürlich getrennte Betten hat, erscheint ein Vertreter des nächsten Paares. Ute. Doppelbett mit nur einer Decke. Zwischendurch will der Rezeptionist von Elisabeth wissen, wann wir geweckt werden möchten. Na wie die anderen, um 4!  Warum er fragt und warum er die Antwort nicht kapiert, entzieht sich meiner Kenntnis.  Auch unser Zimmer hat nur ein Doppelbett. Während Elisabeth protestieren geht, taucht der Kofferboy auf, bastelt aus dem Sofa ein Bett und besorgt, fröhlich und in aller Ruhe Laken, Decke und Bezug, während alle anderen sehnsüchtig auf ihr Gepäck warten...

Beim Abendessen treffen wir auf eine GEBECO-Gruppe, Neuankömmlinge, vermutlich Wessis aus besserem Hause, oberstudienratsmäßig steif und übel gelaunt, so was wie “Guten Abend“ geht ihnen völlig ab. Man bekommt mit, dass sie unzufrieden mit dem Hotel sind und an einer Beschwerde basteln. Ha, bei dem Gedanken an die Hotels, die ihnen noch bevorstehen, überkommt uns ein Anflug von Schadenfreude. Abendessen ist okay, Vorspeisen, Fladenbrot, welches wir nun mehr so gern sehen bzw. essen, Reis, Yoghurtsoße und Fleisch. Pudding. Der Bedienungsservice hat sich während der letzen Woche keinesfalls verbessert. Nur haarscharf verpasst einer der Speisekellner die Chance, von mir eine gelangt zu kriegen! (erst muss ich 2x den Kopf einziehen, weil er die Soßenschüssel so blöd hält hält, dann rempelt er mich beim Abräumen so grob von der Seite an, dass ich fast vom Stuhl kippe, natürlich ohne Entschuldigung)

So, für heute reicht es, noch ein Pfeifchen im Foyer, später, nach bestandenen Kampf mit dem Koffer noch eins auf dem Balkon und “gute Nacht“.

Samstag, 15.November 2008 – Damaskus – Frankfurt – Leipzig

Wecken um 4 hat schon mal nicht geklappt. Es ist 20 nach, als das Telefon klingelt. Selbst das haben wir nur Carola und Cathrin zu verdanken! Ich kämpfe mit dem Koffer, der Gepäckträger scharrt bereits mit den Hufen. Elisabeth geht schon runter. Koffer abschließen ist nicht, ich kann den Schlüssel nicht finden. Muss es eben so gehen. Für das Frühstück ist die Zeit zu knapp. Wir müssen los. Ich bin sauer, früh ohne Kaffee geht gar nichts. Dann auch noch Rosemaries Begrüßung, die statt des üblichen “Guten Morgen“ lautet “Dein Klopapier lag noch im Bus!“ Mal abgesehen davon, dass es nicht meins ist, baut so was auf. Elisabeth, die der Klopapiergruß als nächstes trifft, ist auch gleich richtig auf den Tag eingestimmt. Gut, dass wir nach Hause fliegen. Draußen ist Nebel. Bei dem Gedanken an die Plinsen aus neuen GEBECO-Gruppe stimmt dies  allerdings eher fröhlich, es sei ihnen vergönnt! Am besten täglich. Das Einchecken auf dem Flughafen geht flott, Khaleb kümmert sich um das Gepäck, wir kriegen eine Handvoll Klebeteile, machen sie fest + verabschieden uns erst mal von der Last. Bei näherer Betrachtung der Anhänger merkt man später, dass ein Teil der Koffer nun Elisabeth gehört. (Mal sehen, wie sie die alle wegkriegt!)

Beim Abschied von Khaleb prägt Fritz mal wieder einen goldenen Satz: “Wenn ich das nächste Mal nach Syrien komme, hoffe ich, dass auch die Ukraine zu Euch gehört!“

Es bleibt ausreichend Zeit, in den Shops rumzuschnarchen um die letzten Pfunde loszuwerden und einen Kaffee zu trinken, dann auf zum GateDann allerdings passiert erst mal gar nichts, denn es nebelt noch immer. 8.00 Uhr sollte Start sein. Gegen 8.45 wird im Transitraum ein Raucherbereich eröffnet. Irgendwann nach 9.00 werden wir in den Flieger gelassen. O-Ton Elisabeth: “Damaskus 9.00 Uhr. Nebel. Die Frisur sitzt!“

Zwischenlandung in Aleppo, dort wird die Kiste richtig aufgefüllt, dann geht es tatsächlich Richtung Frankfurt. Syrian Airlines ist nicht besonders komfortabel und der Bordservice entspricht qualitativ den Getränkekellnern in syrischen Hotels, aber man hat irgendwie mehr Beinfreiheit als in Maschinen anderer Fluggesellschaften. Schwierig ist es allerdings, für die Sammlung von Hedwigs Cousin eine Kotztüte zu finden, die gibt’s nämlich nicht an jedem Platz.

Die Verspätung der Maschine hält sich in Grenzen, wir dürfen also hoffen, den Zug, für den wir reserviert haben, zu kriegen. Wenn es ihn denn gibt. Auschecken, Gepäck fassen, mein Koffer als letzter, kennen wir schon, in den Bus zum Fern-bahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, das alles, um auf dem Bahnsteig zu erfahren, dass es diesen Zug nicht gibt, wir unsere Reservierung vergessen können und heute in die Richtung sowieso nichts mehr fährt. Es lebe die Deutsche Bahn!!!

Vom Hauptbahnhof allerdings könnte noch was abgehen. Genaues weiß man nicht, es könnte knapp werden, aber vielleicht ....???.

Okay. Runter vom Bahnsteig, Rolltreppe abwärts, macht Spaß mit den Koffern, Gesine hat zu ihrem noch den von Griseldis an der Backe, rein in die S-Bahn, zum Hauptbahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, für Gesine verdoppelt ..Kurz vor dem Bahnsteig, an dem der für uns infrage kommende Zug stehen kööönnte, nicht aber steht, schicken uns zwei (wirklich) nette Bahnmitarbeiter am Nebengleis in einen verspäteten Zug bis Hanau, dort soll wohl ein Zug nach Leipzig eingesetzt werden. Wir schaffen es gerade, uns und das Gepäck reinzuquetschen. Knappe Viertelstunde bis Hanau. DA steht doch tatsächlich ein Zug NACH LEIPZIG. Allerdings auf dem Nachbargleis, welches nur über Treppen zu erreichen ist. Erst runter, dann auf der anderen Seite wieder hoch. Prima! Ich verfluche meinen Koffer und jegliche  Datteln, Kekse, Steine. Während Dirk und Fritz locker und flockig mit ihren Köfferchen entschwinden, bewältigt Gesine Griseldis’ Koffer, dann ihr eigenes Gepäck und letztlich noch das von Ingrid. Schnaufend und fluchend schafft sie’s gerade so, in den Zug zu hüpfen, bevor der sich in Bewegung setzt. Während ich die Abteile nach den anderen aus der Gruppe und 3  freien Plätzen durchforste, lässt Gesine sehr zum Vergnügen einiger Herren von der Bahnpolizei heftig  Dampf ab. Asyl finden wir bei Ute, Peggy und Dirk. Im Nebenabteil, in dem sich’s Ingrid und Rosemarie bequemgemacht haben, treffen wir auf einen unserer Pfarrer, der vor Freude gleich die Keksdose kreisen lässt.

Die Hallenser und Elisabeth verabschieden wir bereits im Zug, wir anderen bepföteln und umarmen uns auf dem Bahnsteig. Mit Ausnahme von Ingrid, die ist dann mal weg.

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Informationen zur Datenerhebung, Speicherung und Nutzung finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Syrien Teil 2

Das obere Kloster, sehr malerisch auf’m Berg gelegen, ist griechisch-orthodox und dem hl. Segius gewidmet, der, weil er sich weigerte, dem Jupiter zu opfern, enthauptet wurde. (dumm gelaufen.) Dieses  Kloster ist der letzte Ort auf der Welt, an dem noch aramäisch gesprochen wird. Eine junge Führerin demonstriert dies  am Beispiel des “Vaterunsers“.

Auf dem Parkplatz treffen wir unseren Fahrer nebst repariertem Bus und können das zwischengelagerte Gepäck wieder einladen. Griseldis behauptet nun steif und fest, Rucksack und  Jacke im Kleintransporter gelassen zu haben (“das ist jetzt nicht war, Griseldis, oder?!!!“), aber Sergius sei Dank hat sie sich geirrt, die Klamotten liegen einsam und verlassen im Café rum.

 

Das zweite Kloster “Mar Thekla“, ein Frauenkloster, ebenfalls griechisch-orthodox, liegt in einer Schlucht und ist um Grotte und Grab der heiligen Thekla, einer Märtyrerin aus der Apostelgeschichte, gebaut. In der Schlucht rutscht zur Abwechslung mal Anne aus, es geht aber gut ab, nichts mit neuem Märtyrertum. Nun haben wir uns das Shoppen verdient! Allerdings fahren wir nicht zum Suq, der hat nämlich am heiligen Freitag geschlossen, doch das christliche Viertel hat auch Geschäfte, schaun wir einfach dort mal rein. Wir befinden uns also mal wieder “auf dem Wege nach Damaskus“. Gesine nutzt die Gelegenheit, sich im Namen der Gruppe bei Khaleb und dem Fahrer (Jaleb?) zu bedanken und die Knete zu übergeben. Khaleb freut sich, auch er hält auch noch eine kleine Rede. In Damaskus angekommen, werden wir an einer ziemlich auffälligen Kreuzung vor einem Café freigelassen und schwärmen aus. Es ist rammelig, Straßen und Läden voller Menschen, ständig wird man angehupt, und das Angebot in den Geschäften enttäuscht. Ich stelle fest, dass auch Syrien bereits in chinesischer Hand ist, die Tücher, die man hier kaufen kann, stammen zumeist von da. Etwa nach einer Stunde geben Elisabeth und ich auf und steuern das Café an. Nach und nach kleckert dort die Gruppe zusammen. Pünktlich auf die Minute sind alle wieder da, sogar Ingrid.

Zum Schluss noch ein wundervoller Ausblick vom Berg Kassiun über das Lichtermeer der Stadt, dann werden wir zum Hotel gebracht. Das ist uns von der ersten Nacht noch in guter Erinnerung, wir gehen es also ohne Argwohn an.

Während Khaleb an der Rezeption noch Anweisungen für das morgige Wecken gibt, kommt das ersten Pärchen (Fritz und Dirk), das sich bereits auf’s Zimmer begeben hatte, zurück. Es gibt nur ein Doppelbett mit nur einer Decke, welche zu teilen sie nicht bereit sind.  Der Rezeptionsmensch gestikuliert, erzählt was von “Hotel  ausgebucht“. Während Fritz und Dirk ihr Zimmer mit Griseldis tauschen, die als Einzelbewohnerin natürlich getrennte Betten hat, erscheint ein Vertreter des nächsten Paares. Ute. Doppelbett mit nur einer Decke. Zwischendurch will der Rezeptionist von Elisabeth wissen, wann wir geweckt werden möchten. Na wie die anderen, um 4!  Warum er fragt und warum er die Antwort nicht kapiert, entzieht sich meiner Kenntnis.  Auch unser Zimmer hat nur ein Doppelbett. Während Elisabeth protestieren geht, taucht der Kofferboy auf, bastelt aus dem Sofa ein Bett und besorgt, fröhlich und in aller Ruhe Laken, Decke und Bezug, während alle anderen sehnsüchtig auf ihr Gepäck warten...

Beim Abendessen treffen wir auf eine GEBECO-Gruppe, Neuankömmlinge, vermutlich Wessis aus besserem Hause, oberstudienratsmäßig steif und übel gelaunt, so was wie “Guten Abend“ geht ihnen völlig ab. Man bekommt mit, dass sie unzufrieden mit dem Hotel sind und an einer Beschwerde basteln. Ha, bei dem Gedanken an die Hotels, die ihnen noch bevorstehen, überkommt uns ein Anflug von Schadenfreude. Abendessen ist okay, Vorspeisen, Fladenbrot, welches wir nun mehr so gern sehen bzw. essen, Reis, Yoghurtsoße und Fleisch. Pudding. Der Bedienungsservice hat sich während der letzen Woche keinesfalls verbessert. Nur haarscharf verpasst einer der Speisekellner die Chance, von mir eine gelangt zu kriegen! (erst muss ich 2x den Kopf einziehen, weil er die Soßenschüssel so blöd hält hält, dann rempelt er mich beim Abräumen so grob von der Seite an, dass ich fast vom Stuhl kippe, natürlich ohne Entschuldigung)

So, für heute reicht es, noch ein Pfeifchen im Foyer, später, nach bestandenen Kampf mit dem Koffer noch eins auf dem Balkon und “gute Nacht“.

Samstag, 15.November 2008 – Damaskus – Frankfurt – Leipzig

Wecken um 4 hat schon mal nicht geklappt. Es ist 20 nach, als das Telefon klingelt. Selbst das haben wir nur Carola und Cathrin zu verdanken! Ich kämpfe mit dem Koffer, der Gepäckträger scharrt bereits mit den Hufen. Elisabeth geht schon runter. Koffer abschließen ist nicht, ich kann den Schlüssel nicht finden. Muss es eben so gehen. Für das Frühstück ist die Zeit zu knapp. Wir müssen los. Ich bin sauer, früh ohne Kaffee geht gar nichts. Dann auch noch Rosemaries Begrüßung, die statt des üblichen “Guten Morgen“ lautet “Dein Klopapier lag noch im Bus!“ Mal abgesehen davon, dass es nicht meins ist, baut so was auf. Elisabeth, die der Klopapiergruß als nächstes trifft, ist auch gleich richtig auf den Tag eingestimmt. Gut, dass wir nach Hause fliegen. Draußen ist Nebel. Bei dem Gedanken an die Plinsen aus neuen GEBECO-Gruppe stimmt dies  allerdings eher fröhlich, es sei ihnen vergönnt! Am besten täglich. Das Einchecken auf dem Flughafen geht flott, Khaleb kümmert sich um das Gepäck, wir kriegen eine Handvoll Klebeteile, machen sie fest + verabschieden uns erst mal von der Last. Bei näherer Betrachtung der Anhänger merkt man später, dass ein Teil der Koffer nun Elisabeth gehört. (Mal sehen, wie sie die alle wegkriegt!)

Beim Abschied von Khaleb prägt Fritz mal wieder einen goldenen Satz: “Wenn ich das nächste Mal nach Syrien komme, hoffe ich, dass auch die Ukraine zu Euch gehört!“

Es bleibt ausreichend Zeit, in den Shops rumzuschnarchen um die letzten Pfunde loszuwerden und einen Kaffee zu trinken, dann auf zum GateDann allerdings passiert erst mal gar nichts, denn es nebelt noch immer. 8.00 Uhr sollte Start sein. Gegen 8.45 wird im Transitraum ein Raucherbereich eröffnet. Irgendwann nach 9.00 werden wir in den Flieger gelassen. O-Ton Elisabeth: “Damaskus 9.00 Uhr. Nebel. Die Frisur sitzt!“

Zwischenlandung in Aleppo, dort wird die Kiste richtig aufgefüllt, dann geht es tatsächlich Richtung Frankfurt. Syrian Airlines ist nicht besonders komfortabel und der Bordservice entspricht qualitativ den Getränkekellnern in syrischen Hotels, aber man hat irgendwie mehr Beinfreiheit als in Maschinen anderer Fluggesellschaften. Schwierig ist es allerdings, für die Sammlung von Hedwigs Cousin eine Kotztüte zu finden, die gibt’s nämlich nicht an jedem Platz.

Die Verspätung der Maschine hält sich in Grenzen, wir dürfen also hoffen, den Zug, für den wir reserviert haben, zu kriegen. Wenn es ihn denn gibt. Auschecken, Gepäck fassen, mein Koffer als letzter, kennen wir schon, in den Bus zum Fern-bahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, das alles, um auf dem Bahnsteig zu erfahren, dass es diesen Zug nicht gibt, wir unsere Reservierung vergessen können und heute in die Richtung sowieso nichts mehr fährt. Es lebe die Deutsche Bahn!!!

Vom Hauptbahnhof allerdings könnte noch was abgehen. Genaues weiß man nicht, es könnte knapp werden, aber vielleicht ....???.

Okay. Runter vom Bahnsteig, Rolltreppe abwärts, macht Spaß mit den Koffern, Gesine hat zu ihrem noch den von Griseldis an der Backe, rein in die S-Bahn, zum Hauptbahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, für Gesine verdoppelt ..Kurz vor dem Bahnsteig, an dem der für uns infrage kommende Zug stehen kööönnte, nicht aber steht, schicken uns zwei (wirklich) nette Bahnmitarbeiter am Nebengleis in einen verspäteten Zug bis Hanau, dort soll wohl ein Zug nach Leipzig eingesetzt werden. Wir schaffen es gerade, uns und das Gepäck reinzuquetschen. Knappe Viertelstunde bis Hanau. DA steht doch tatsächlich ein Zug NACH LEIPZIG. Allerdings auf dem Nachbargleis, welches nur über Treppen zu erreichen ist. Erst runter, dann auf der anderen Seite wieder hoch. Prima! Ich verfluche meinen Koffer und jegliche  Datteln, Kekse, Steine. Während Dirk und Fritz locker und flockig mit ihren Köfferchen entschwinden, bewältigt Gesine Griseldis’ Koffer, dann ihr eigenes Gepäck und letztlich noch das von Ingrid. Schnaufend und fluchend schafft sie’s gerade so, in den Zug zu hüpfen, bevor der sich in Bewegung setzt. Während ich die Abteile nach den anderen aus der Gruppe und 3  freien Plätzen durchforste, lässt Gesine sehr zum Vergnügen einiger Herren von der Bahnpolizei heftig  Dampf ab. Asyl finden wir bei Ute, Peggy und Dirk. Im Nebenabteil, in dem sich’s Ingrid und Rosemarie bequemgemacht haben, treffen wir auf einen unserer Pfarrer, der vor Freude gleich die Keksdose kreisen lässt.

Die Hallenser und Elisabeth verabschieden wir bereits im Zug, wir anderen bepföteln und umarmen uns auf dem Bahnsteig. Mit Ausnahme von Ingrid, die ist dann mal weg.

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Syrien Teil 2

Das obere Kloster, sehr malerisch auf’m Berg gelegen, ist griechisch-orthodox und dem hl. Segius gewidmet, der, weil er sich weigerte, dem Jupiter zu opfern, enthauptet wurde. (dumm gelaufen.) Dieses  Kloster ist der letzte Ort auf der Welt, an dem noch aramäisch gesprochen wird. Eine junge Führerin demonstriert dies  am Beispiel des “Vaterunsers“.

Auf dem Parkplatz treffen wir unseren Fahrer nebst repariertem Bus und können das zwischengelagerte Gepäck wieder einladen. Griseldis behauptet nun steif und fest, Rucksack und  Jacke im Kleintransporter gelassen zu haben (“das ist jetzt nicht war, Griseldis, oder?!!!“), aber Sergius sei Dank hat sie sich geirrt, die Klamotten liegen einsam und verlassen im Café rum.

 

Das zweite Kloster “Mar Thekla“, ein Frauenkloster, ebenfalls griechisch-orthodox, liegt in einer Schlucht und ist um Grotte und Grab der heiligen Thekla, einer Märtyrerin aus der Apostelgeschichte, gebaut. In der Schlucht rutscht zur Abwechslung mal Anne aus, es geht aber gut ab, nichts mit neuem Märtyrertum. Nun haben wir uns das Shoppen verdient! Allerdings fahren wir nicht zum Suq, der hat nämlich am heiligen Freitag geschlossen, doch das christliche Viertel hat auch Geschäfte, schaun wir einfach dort mal rein. Wir befinden uns also mal wieder “auf dem Wege nach Damaskus“. Gesine nutzt die Gelegenheit, sich im Namen der Gruppe bei Khaleb und dem Fahrer (Jaleb?) zu bedanken und die Knete zu übergeben. Khaleb freut sich, auch er hält auch noch eine kleine Rede. In Damaskus angekommen, werden wir an einer ziemlich auffälligen Kreuzung vor einem Café freigelassen und schwärmen aus. Es ist rammelig, Straßen und Läden voller Menschen, ständig wird man angehupt, und das Angebot in den Geschäften enttäuscht. Ich stelle fest, dass auch Syrien bereits in chinesischer Hand ist, die Tücher, die man hier kaufen kann, stammen zumeist von da. Etwa nach einer Stunde geben Elisabeth und ich auf und steuern das Café an. Nach und nach kleckert dort die Gruppe zusammen. Pünktlich auf die Minute sind alle wieder da, sogar Ingrid.

Zum Schluss noch ein wundervoller Ausblick vom Berg Kassiun über das Lichtermeer der Stadt, dann werden wir zum Hotel gebracht. Das ist uns von der ersten Nacht noch in guter Erinnerung, wir gehen es also ohne Argwohn an.

Während Khaleb an der Rezeption noch Anweisungen für das morgige Wecken gibt, kommt das ersten Pärchen (Fritz und Dirk), das sich bereits auf’s Zimmer begeben hatte, zurück. Es gibt nur ein Doppelbett mit nur einer Decke, welche zu teilen sie nicht bereit sind.  Der Rezeptionsmensch gestikuliert, erzählt was von “Hotel  ausgebucht“. Während Fritz und Dirk ihr Zimmer mit Griseldis tauschen, die als Einzelbewohnerin natürlich getrennte Betten hat, erscheint ein Vertreter des nächsten Paares. Ute. Doppelbett mit nur einer Decke. Zwischendurch will der Rezeptionist von Elisabeth wissen, wann wir geweckt werden möchten. Na wie die anderen, um 4!  Warum er fragt und warum er die Antwort nicht kapiert, entzieht sich meiner Kenntnis.  Auch unser Zimmer hat nur ein Doppelbett. Während Elisabeth protestieren geht, taucht der Kofferboy auf, bastelt aus dem Sofa ein Bett und besorgt, fröhlich und in aller Ruhe Laken, Decke und Bezug, während alle anderen sehnsüchtig auf ihr Gepäck warten...

Beim Abendessen treffen wir auf eine GEBECO-Gruppe, Neuankömmlinge, vermutlich Wessis aus besserem Hause, oberstudienratsmäßig steif und übel gelaunt, so was wie “Guten Abend“ geht ihnen völlig ab. Man bekommt mit, dass sie unzufrieden mit dem Hotel sind und an einer Beschwerde basteln. Ha, bei dem Gedanken an die Hotels, die ihnen noch bevorstehen, überkommt uns ein Anflug von Schadenfreude. Abendessen ist okay, Vorspeisen, Fladenbrot, welches wir nun mehr so gern sehen bzw. essen, Reis, Yoghurtsoße und Fleisch. Pudding. Der Bedienungsservice hat sich während der letzen Woche keinesfalls verbessert. Nur haarscharf verpasst einer der Speisekellner die Chance, von mir eine gelangt zu kriegen! (erst muss ich 2x den Kopf einziehen, weil er die Soßenschüssel so blöd hält hält, dann rempelt er mich beim Abräumen so grob von der Seite an, dass ich fast vom Stuhl kippe, natürlich ohne Entschuldigung)

So, für heute reicht es, noch ein Pfeifchen im Foyer, später, nach bestandenen Kampf mit dem Koffer noch eins auf dem Balkon und “gute Nacht“.

Samstag, 15.November 2008 – Damaskus – Frankfurt – Leipzig

Wecken um 4 hat schon mal nicht geklappt. Es ist 20 nach, als das Telefon klingelt. Selbst das haben wir nur Carola und Cathrin zu verdanken! Ich kämpfe mit dem Koffer, der Gepäckträger scharrt bereits mit den Hufen. Elisabeth geht schon runter. Koffer abschließen ist nicht, ich kann den Schlüssel nicht finden. Muss es eben so gehen. Für das Frühstück ist die Zeit zu knapp. Wir müssen los. Ich bin sauer, früh ohne Kaffee geht gar nichts. Dann auch noch Rosemaries Begrüßung, die statt des üblichen “Guten Morgen“ lautet “Dein Klopapier lag noch im Bus!“ Mal abgesehen davon, dass es nicht meins ist, baut so was auf. Elisabeth, die der Klopapiergruß als nächstes trifft, ist auch gleich richtig auf den Tag eingestimmt. Gut, dass wir nach Hause fliegen. Draußen ist Nebel. Bei dem Gedanken an die Plinsen aus neuen GEBECO-Gruppe stimmt dies  allerdings eher fröhlich, es sei ihnen vergönnt! Am besten täglich. Das Einchecken auf dem Flughafen geht flott, Khaleb kümmert sich um das Gepäck, wir kriegen eine Handvoll Klebeteile, machen sie fest + verabschieden uns erst mal von der Last. Bei näherer Betrachtung der Anhänger merkt man später, dass ein Teil der Koffer nun Elisabeth gehört. (Mal sehen, wie sie die alle wegkriegt!)

Beim Abschied von Khaleb prägt Fritz mal wieder einen goldenen Satz: “Wenn ich das nächste Mal nach Syrien komme, hoffe ich, dass auch die Ukraine zu Euch gehört!“

Es bleibt ausreichend Zeit, in den Shops rumzuschnarchen um die letzten Pfunde loszuwerden und einen Kaffee zu trinken, dann auf zum GateDann allerdings passiert erst mal gar nichts, denn es nebelt noch immer. 8.00 Uhr sollte Start sein. Gegen 8.45 wird im Transitraum ein Raucherbereich eröffnet. Irgendwann nach 9.00 werden wir in den Flieger gelassen. O-Ton Elisabeth: “Damaskus 9.00 Uhr. Nebel. Die Frisur sitzt!“

Zwischenlandung in Aleppo, dort wird die Kiste richtig aufgefüllt, dann geht es tatsächlich Richtung Frankfurt. Syrian Airlines ist nicht besonders komfortabel und der Bordservice entspricht qualitativ den Getränkekellnern in syrischen Hotels, aber man hat irgendwie mehr Beinfreiheit als in Maschinen anderer Fluggesellschaften. Schwierig ist es allerdings, für die Sammlung von Hedwigs Cousin eine Kotztüte zu finden, die gibt’s nämlich nicht an jedem Platz.

Die Verspätung der Maschine hält sich in Grenzen, wir dürfen also hoffen, den Zug, für den wir reserviert haben, zu kriegen. Wenn es ihn denn gibt. Auschecken, Gepäck fassen, mein Koffer als letzter, kennen wir schon, in den Bus zum Fern-bahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, das alles, um auf dem Bahnsteig zu erfahren, dass es diesen Zug nicht gibt, wir unsere Reservierung vergessen können und heute in die Richtung sowieso nichts mehr fährt. Es lebe die Deutsche Bahn!!!

Vom Hauptbahnhof allerdings könnte noch was abgehen. Genaues weiß man nicht, es könnte knapp werden, aber vielleicht ....???.

Okay. Runter vom Bahnsteig, Rolltreppe abwärts, macht Spaß mit den Koffern, Gesine hat zu ihrem noch den von Griseldis an der Backe, rein in die S-Bahn, zum Hauptbahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, für Gesine verdoppelt ..Kurz vor dem Bahnsteig, an dem der für uns infrage kommende Zug stehen kööönnte, nicht aber steht, schicken uns zwei (wirklich) nette Bahnmitarbeiter am Nebengleis in einen verspäteten Zug bis Hanau, dort soll wohl ein Zug nach Leipzig eingesetzt werden. Wir schaffen es gerade, uns und das Gepäck reinzuquetschen. Knappe Viertelstunde bis Hanau. DA steht doch tatsächlich ein Zug NACH LEIPZIG. Allerdings auf dem Nachbargleis, welches nur über Treppen zu erreichen ist. Erst runter, dann auf der anderen Seite wieder hoch. Prima! Ich verfluche meinen Koffer und jegliche  Datteln, Kekse, Steine. Während Dirk und Fritz locker und flockig mit ihren Köfferchen entschwinden, bewältigt Gesine Griseldis’ Koffer, dann ihr eigenes Gepäck und letztlich noch das von Ingrid. Schnaufend und fluchend schafft sie’s gerade so, in den Zug zu hüpfen, bevor der sich in Bewegung setzt. Während ich die Abteile nach den anderen aus der Gruppe und 3  freien Plätzen durchforste, lässt Gesine sehr zum Vergnügen einiger Herren von der Bahnpolizei heftig  Dampf ab. Asyl finden wir bei Ute, Peggy und Dirk. Im Nebenabteil, in dem sich’s Ingrid und Rosemarie bequemgemacht haben, treffen wir auf einen unserer Pfarrer, der vor Freude gleich die Keksdose kreisen lässt.

Die Hallenser und Elisabeth verabschieden wir bereits im Zug, wir anderen bepföteln und umarmen uns auf dem Bahnsteig. Mit Ausnahme von Ingrid, die ist dann mal weg.

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Syrien Teil 2

Das obere Kloster, sehr malerisch auf’m Berg gelegen, ist griechisch-orthodox und dem hl. Segius gewidmet, der, weil er sich weigerte, dem Jupiter zu opfern, enthauptet wurde. (dumm gelaufen.) Dieses  Kloster ist der letzte Ort auf der Welt, an dem noch aramäisch gesprochen wird. Eine junge Führerin demonstriert dies  am Beispiel des “Vaterunsers“.

Auf dem Parkplatz treffen wir unseren Fahrer nebst repariertem Bus und können das zwischengelagerte Gepäck wieder einladen. Griseldis behauptet nun steif und fest, Rucksack und  Jacke im Kleintransporter gelassen zu haben (“das ist jetzt nicht war, Griseldis, oder?!!!“), aber Sergius sei Dank hat sie sich geirrt, die Klamotten liegen einsam und verlassen im Café rum.

 

Das zweite Kloster “Mar Thekla“, ein Frauenkloster, ebenfalls griechisch-orthodox, liegt in einer Schlucht und ist um Grotte und Grab der heiligen Thekla, einer Märtyrerin aus der Apostelgeschichte, gebaut. In der Schlucht rutscht zur Abwechslung mal Anne aus, es geht aber gut ab, nichts mit neuem Märtyrertum. Nun haben wir uns das Shoppen verdient! Allerdings fahren wir nicht zum Suq, der hat nämlich am heiligen Freitag geschlossen, doch das christliche Viertel hat auch Geschäfte, schaun wir einfach dort mal rein. Wir befinden uns also mal wieder “auf dem Wege nach Damaskus“. Gesine nutzt die Gelegenheit, sich im Namen der Gruppe bei Khaleb und dem Fahrer (Jaleb?) zu bedanken und die Knete zu übergeben. Khaleb freut sich, auch er hält auch noch eine kleine Rede. In Damaskus angekommen, werden wir an einer ziemlich auffälligen Kreuzung vor einem Café freigelassen und schwärmen aus. Es ist rammelig, Straßen und Läden voller Menschen, ständig wird man angehupt, und das Angebot in den Geschäften enttäuscht. Ich stelle fest, dass auch Syrien bereits in chinesischer Hand ist, die Tücher, die man hier kaufen kann, stammen zumeist von da. Etwa nach einer Stunde geben Elisabeth und ich auf und steuern das Café an. Nach und nach kleckert dort die Gruppe zusammen. Pünktlich auf die Minute sind alle wieder da, sogar Ingrid.

Zum Schluss noch ein wundervoller Ausblick vom Berg Kassiun über das Lichtermeer der Stadt, dann werden wir zum Hotel gebracht. Das ist uns von der ersten Nacht noch in guter Erinnerung, wir gehen es also ohne Argwohn an.

Während Khaleb an der Rezeption noch Anweisungen für das morgige Wecken gibt, kommt das ersten Pärchen (Fritz und Dirk), das sich bereits auf’s Zimmer begeben hatte, zurück. Es gibt nur ein Doppelbett mit nur einer Decke, welche zu teilen sie nicht bereit sind.  Der Rezeptionsmensch gestikuliert, erzählt was von “Hotel  ausgebucht“. Während Fritz und Dirk ihr Zimmer mit Griseldis tauschen, die als Einzelbewohnerin natürlich getrennte Betten hat, erscheint ein Vertreter des nächsten Paares. Ute. Doppelbett mit nur einer Decke. Zwischendurch will der Rezeptionist von Elisabeth wissen, wann wir geweckt werden möchten. Na wie die anderen, um 4!  Warum er fragt und warum er die Antwort nicht kapiert, entzieht sich meiner Kenntnis.  Auch unser Zimmer hat nur ein Doppelbett. Während Elisabeth protestieren geht, taucht der Kofferboy auf, bastelt aus dem Sofa ein Bett und besorgt, fröhlich und in aller Ruhe Laken, Decke und Bezug, während alle anderen sehnsüchtig auf ihr Gepäck warten...

Beim Abendessen treffen wir auf eine GEBECO-Gruppe, Neuankömmlinge, vermutlich Wessis aus besserem Hause, oberstudienratsmäßig steif und übel gelaunt, so was wie “Guten Abend“ geht ihnen völlig ab. Man bekommt mit, dass sie unzufrieden mit dem Hotel sind und an einer Beschwerde basteln. Ha, bei dem Gedanken an die Hotels, die ihnen noch bevorstehen, überkommt uns ein Anflug von Schadenfreude. Abendessen ist okay, Vorspeisen, Fladenbrot, welches wir nun mehr so gern sehen bzw. essen, Reis, Yoghurtsoße und Fleisch. Pudding. Der Bedienungsservice hat sich während der letzen Woche keinesfalls verbessert. Nur haarscharf verpasst einer der Speisekellner die Chance, von mir eine gelangt zu kriegen! (erst muss ich 2x den Kopf einziehen, weil er die Soßenschüssel so blöd hält hält, dann rempelt er mich beim Abräumen so grob von der Seite an, dass ich fast vom Stuhl kippe, natürlich ohne Entschuldigung)

So, für heute reicht es, noch ein Pfeifchen im Foyer, später, nach bestandenen Kampf mit dem Koffer noch eins auf dem Balkon und “gute Nacht“.

Samstag, 15.November 2008 – Damaskus – Frankfurt – Leipzig

Wecken um 4 hat schon mal nicht geklappt. Es ist 20 nach, als das Telefon klingelt. Selbst das haben wir nur Carola und Cathrin zu verdanken! Ich kämpfe mit dem Koffer, der Gepäckträger scharrt bereits mit den Hufen. Elisabeth geht schon runter. Koffer abschließen ist nicht, ich kann den Schlüssel nicht finden. Muss es eben so gehen. Für das Frühstück ist die Zeit zu knapp. Wir müssen los. Ich bin sauer, früh ohne Kaffee geht gar nichts. Dann auch noch Rosemaries Begrüßung, die statt des üblichen “Guten Morgen“ lautet “Dein Klopapier lag noch im Bus!“ Mal abgesehen davon, dass es nicht meins ist, baut so was auf. Elisabeth, die der Klopapiergruß als nächstes trifft, ist auch gleich richtig auf den Tag eingestimmt. Gut, dass wir nach Hause fliegen. Draußen ist Nebel. Bei dem Gedanken an die Plinsen aus neuen GEBECO-Gruppe stimmt dies  allerdings eher fröhlich, es sei ihnen vergönnt! Am besten täglich. Das Einchecken auf dem Flughafen geht flott, Khaleb kümmert sich um das Gepäck, wir kriegen eine Handvoll Klebeteile, machen sie fest + verabschieden uns erst mal von der Last. Bei näherer Betrachtung der Anhänger merkt man später, dass ein Teil der Koffer nun Elisabeth gehört. (Mal sehen, wie sie die alle wegkriegt!)

Beim Abschied von Khaleb prägt Fritz mal wieder einen goldenen Satz: “Wenn ich das nächste Mal nach Syrien komme, hoffe ich, dass auch die Ukraine zu Euch gehört!“

Es bleibt ausreichend Zeit, in den Shops rumzuschnarchen um die letzten Pfunde loszuwerden und einen Kaffee zu trinken, dann auf zum GateDann allerdings passiert erst mal gar nichts, denn es nebelt noch immer. 8.00 Uhr sollte Start sein. Gegen 8.45 wird im Transitraum ein Raucherbereich eröffnet. Irgendwann nach 9.00 werden wir in den Flieger gelassen. O-Ton Elisabeth: “Damaskus 9.00 Uhr. Nebel. Die Frisur sitzt!“

Zwischenlandung in Aleppo, dort wird die Kiste richtig aufgefüllt, dann geht es tatsächlich Richtung Frankfurt. Syrian Airlines ist nicht besonders komfortabel und der Bordservice entspricht qualitativ den Getränkekellnern in syrischen Hotels, aber man hat irgendwie mehr Beinfreiheit als in Maschinen anderer Fluggesellschaften. Schwierig ist es allerdings, für die Sammlung von Hedwigs Cousin eine Kotztüte zu finden, die gibt’s nämlich nicht an jedem Platz.

Die Verspätung der Maschine hält sich in Grenzen, wir dürfen also hoffen, den Zug, für den wir reserviert haben, zu kriegen. Wenn es ihn denn gibt. Auschecken, Gepäck fassen, mein Koffer als letzter, kennen wir schon, in den Bus zum Fern-bahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, das alles, um auf dem Bahnsteig zu erfahren, dass es diesen Zug nicht gibt, wir unsere Reservierung vergessen können und heute in die Richtung sowieso nichts mehr fährt. Es lebe die Deutsche Bahn!!!

Vom Hauptbahnhof allerdings könnte noch was abgehen. Genaues weiß man nicht, es könnte knapp werden, aber vielleicht ....???.

Okay. Runter vom Bahnsteig, Rolltreppe abwärts, macht Spaß mit den Koffern, Gesine hat zu ihrem noch den von Griseldis an der Backe, rein in die S-Bahn, zum Hauptbahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, für Gesine verdoppelt ..Kurz vor dem Bahnsteig, an dem der für uns infrage kommende Zug stehen kööönnte, nicht aber steht, schicken uns zwei (wirklich) nette Bahnmitarbeiter am Nebengleis in einen verspäteten Zug bis Hanau, dort soll wohl ein Zug nach Leipzig eingesetzt werden. Wir schaffen es gerade, uns und das Gepäck reinzuquetschen. Knappe Viertelstunde bis Hanau. DA steht doch tatsächlich ein Zug NACH LEIPZIG. Allerdings auf dem Nachbargleis, welches nur über Treppen zu erreichen ist. Erst runter, dann auf der anderen Seite wieder hoch. Prima! Ich verfluche meinen Koffer und jegliche  Datteln, Kekse, Steine. Während Dirk und Fritz locker und flockig mit ihren Köfferchen entschwinden, bewältigt Gesine Griseldis’ Koffer, dann ihr eigenes Gepäck und letztlich noch das von Ingrid. Schnaufend und fluchend schafft sie’s gerade so, in den Zug zu hüpfen, bevor der sich in Bewegung setzt. Während ich die Abteile nach den anderen aus der Gruppe und 3  freien Plätzen durchforste, lässt Gesine sehr zum Vergnügen einiger Herren von der Bahnpolizei heftig  Dampf ab. Asyl finden wir bei Ute, Peggy und Dirk. Im Nebenabteil, in dem sich’s Ingrid und Rosemarie bequemgemacht haben, treffen wir auf einen unserer Pfarrer, der vor Freude gleich die Keksdose kreisen lässt.

Die Hallenser und Elisabeth verabschieden wir bereits im Zug, wir anderen bepföteln und umarmen uns auf dem Bahnsteig. Mit Ausnahme von Ingrid, die ist dann mal weg.

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Syrien Teil 2

Das obere Kloster, sehr malerisch auf’m Berg gelegen, ist griechisch-orthodox und dem hl. Segius gewidmet, der, weil er sich weigerte, dem Jupiter zu opfern, enthauptet wurde. (dumm gelaufen.) Dieses  Kloster ist der letzte Ort auf der Welt, an dem noch aramäisch gesprochen wird. Eine junge Führerin demonstriert dies  am Beispiel des “Vaterunsers“.

Auf dem Parkplatz treffen wir unseren Fahrer nebst repariertem Bus und können das zwischengelagerte Gepäck wieder einladen. Griseldis behauptet nun steif und fest, Rucksack und  Jacke im Kleintransporter gelassen zu haben (“das ist jetzt nicht war, Griseldis, oder?!!!“), aber Sergius sei Dank hat sie sich geirrt, die Klamotten liegen einsam und verlassen im Café rum.

 

Das zweite Kloster “Mar Thekla“, ein Frauenkloster, ebenfalls griechisch-orthodox, liegt in einer Schlucht und ist um Grotte und Grab der heiligen Thekla, einer Märtyrerin aus der Apostelgeschichte, gebaut. In der Schlucht rutscht zur Abwechslung mal Anne aus, es geht aber gut ab, nichts mit neuem Märtyrertum. Nun haben wir uns das Shoppen verdient! Allerdings fahren wir nicht zum Suq, der hat nämlich am heiligen Freitag geschlossen, doch das christliche Viertel hat auch Geschäfte, schaun wir einfach dort mal rein. Wir befinden uns also mal wieder “auf dem Wege nach Damaskus“. Gesine nutzt die Gelegenheit, sich im Namen der Gruppe bei Khaleb und dem Fahrer (Jaleb?) zu bedanken und die Knete zu übergeben. Khaleb freut sich, auch er hält auch noch eine kleine Rede. In Damaskus angekommen, werden wir an einer ziemlich auffälligen Kreuzung vor einem Café freigelassen und schwärmen aus. Es ist rammelig, Straßen und Läden voller Menschen, ständig wird man angehupt, und das Angebot in den Geschäften enttäuscht. Ich stelle fest, dass auch Syrien bereits in chinesischer Hand ist, die Tücher, die man hier kaufen kann, stammen zumeist von da. Etwa nach einer Stunde geben Elisabeth und ich auf und steuern das Café an. Nach und nach kleckert dort die Gruppe zusammen. Pünktlich auf die Minute sind alle wieder da, sogar Ingrid.

Zum Schluss noch ein wundervoller Ausblick vom Berg Kassiun über das Lichtermeer der Stadt, dann werden wir zum Hotel gebracht. Das ist uns von der ersten Nacht noch in guter Erinnerung, wir gehen es also ohne Argwohn an.

Während Khaleb an der Rezeption noch Anweisungen für das morgige Wecken gibt, kommt das ersten Pärchen (Fritz und Dirk), das sich bereits auf’s Zimmer begeben hatte, zurück. Es gibt nur ein Doppelbett mit nur einer Decke, welche zu teilen sie nicht bereit sind.  Der Rezeptionsmensch gestikuliert, erzählt was von “Hotel  ausgebucht“. Während Fritz und Dirk ihr Zimmer mit Griseldis tauschen, die als Einzelbewohnerin natürlich getrennte Betten hat, erscheint ein Vertreter des nächsten Paares. Ute. Doppelbett mit nur einer Decke. Zwischendurch will der Rezeptionist von Elisabeth wissen, wann wir geweckt werden möchten. Na wie die anderen, um 4!  Warum er fragt und warum er die Antwort nicht kapiert, entzieht sich meiner Kenntnis.  Auch unser Zimmer hat nur ein Doppelbett. Während Elisabeth protestieren geht, taucht der Kofferboy auf, bastelt aus dem Sofa ein Bett und besorgt, fröhlich und in aller Ruhe Laken, Decke und Bezug, während alle anderen sehnsüchtig auf ihr Gepäck warten...

Beim Abendessen treffen wir auf eine GEBECO-Gruppe, Neuankömmlinge, vermutlich Wessis aus besserem Hause, oberstudienratsmäßig steif und übel gelaunt, so was wie “Guten Abend“ geht ihnen völlig ab. Man bekommt mit, dass sie unzufrieden mit dem Hotel sind und an einer Beschwerde basteln. Ha, bei dem Gedanken an die Hotels, die ihnen noch bevorstehen, überkommt uns ein Anflug von Schadenfreude. Abendessen ist okay, Vorspeisen, Fladenbrot, welches wir nun mehr so gern sehen bzw. essen, Reis, Yoghurtsoße und Fleisch. Pudding. Der Bedienungsservice hat sich während der letzen Woche keinesfalls verbessert. Nur haarscharf verpasst einer der Speisekellner die Chance, von mir eine gelangt zu kriegen! (erst muss ich 2x den Kopf einziehen, weil er die Soßenschüssel so blöd hält hält, dann rempelt er mich beim Abräumen so grob von der Seite an, dass ich fast vom Stuhl kippe, natürlich ohne Entschuldigung)

So, für heute reicht es, noch ein Pfeifchen im Foyer, später, nach bestandenen Kampf mit dem Koffer noch eins auf dem Balkon und “gute Nacht“.

Samstag, 15.November 2008 – Damaskus – Frankfurt – Leipzig

Wecken um 4 hat schon mal nicht geklappt. Es ist 20 nach, als das Telefon klingelt. Selbst das haben wir nur Carola und Cathrin zu verdanken! Ich kämpfe mit dem Koffer, der Gepäckträger scharrt bereits mit den Hufen. Elisabeth geht schon runter. Koffer abschließen ist nicht, ich kann den Schlüssel nicht finden. Muss es eben so gehen. Für das Frühstück ist die Zeit zu knapp. Wir müssen los. Ich bin sauer, früh ohne Kaffee geht gar nichts. Dann auch noch Rosemaries Begrüßung, die statt des üblichen “Guten Morgen“ lautet “Dein Klopapier lag noch im Bus!“ Mal abgesehen davon, dass es nicht meins ist, baut so was auf. Elisabeth, die der Klopapiergruß als nächstes trifft, ist auch gleich richtig auf den Tag eingestimmt. Gut, dass wir nach Hause fliegen. Draußen ist Nebel. Bei dem Gedanken an die Plinsen aus neuen GEBECO-Gruppe stimmt dies  allerdings eher fröhlich, es sei ihnen vergönnt! Am besten täglich. Das Einchecken auf dem Flughafen geht flott, Khaleb kümmert sich um das Gepäck, wir kriegen eine Handvoll Klebeteile, machen sie fest + verabschieden uns erst mal von der Last. Bei näherer Betrachtung der Anhänger merkt man später, dass ein Teil der Koffer nun Elisabeth gehört. (Mal sehen, wie sie die alle wegkriegt!)

Beim Abschied von Khaleb prägt Fritz mal wieder einen goldenen Satz: “Wenn ich das nächste Mal nach Syrien komme, hoffe ich, dass auch die Ukraine zu Euch gehört!“

Es bleibt ausreichend Zeit, in den Shops rumzuschnarchen um die letzten Pfunde loszuwerden und einen Kaffee zu trinken, dann auf zum GateDann allerdings passiert erst mal gar nichts, denn es nebelt noch immer. 8.00 Uhr sollte Start sein. Gegen 8.45 wird im Transitraum ein Raucherbereich eröffnet. Irgendwann nach 9.00 werden wir in den Flieger gelassen. O-Ton Elisabeth: “Damaskus 9.00 Uhr. Nebel. Die Frisur sitzt!“

Zwischenlandung in Aleppo, dort wird die Kiste richtig aufgefüllt, dann geht es tatsächlich Richtung Frankfurt. Syrian Airlines ist nicht besonders komfortabel und der Bordservice entspricht qualitativ den Getränkekellnern in syrischen Hotels, aber man hat irgendwie mehr Beinfreiheit als in Maschinen anderer Fluggesellschaften. Schwierig ist es allerdings, für die Sammlung von Hedwigs Cousin eine Kotztüte zu finden, die gibt’s nämlich nicht an jedem Platz.

Die Verspätung der Maschine hält sich in Grenzen, wir dürfen also hoffen, den Zug, für den wir reserviert haben, zu kriegen. Wenn es ihn denn gibt. Auschecken, Gepäck fassen, mein Koffer als letzter, kennen wir schon, in den Bus zum Fern-bahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, das alles, um auf dem Bahnsteig zu erfahren, dass es diesen Zug nicht gibt, wir unsere Reservierung vergessen können und heute in die Richtung sowieso nichts mehr fährt. Es lebe die Deutsche Bahn!!!

Vom Hauptbahnhof allerdings könnte noch was abgehen. Genaues weiß man nicht, es könnte knapp werden, aber vielleicht ....???.

Okay. Runter vom Bahnsteig, Rolltreppe abwärts, macht Spaß mit den Koffern, Gesine hat zu ihrem noch den von Griseldis an der Backe, rein in die S-Bahn, zum Hauptbahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, für Gesine verdoppelt ..Kurz vor dem Bahnsteig, an dem der für uns infrage kommende Zug stehen kööönnte, nicht aber steht, schicken uns zwei (wirklich) nette Bahnmitarbeiter am Nebengleis in einen verspäteten Zug bis Hanau, dort soll wohl ein Zug nach Leipzig eingesetzt werden. Wir schaffen es gerade, uns und das Gepäck reinzuquetschen. Knappe Viertelstunde bis Hanau. DA steht doch tatsächlich ein Zug NACH LEIPZIG. Allerdings auf dem Nachbargleis, welches nur über Treppen zu erreichen ist. Erst runter, dann auf der anderen Seite wieder hoch. Prima! Ich verfluche meinen Koffer und jegliche  Datteln, Kekse, Steine. Während Dirk und Fritz locker und flockig mit ihren Köfferchen entschwinden, bewältigt Gesine Griseldis’ Koffer, dann ihr eigenes Gepäck und letztlich noch das von Ingrid. Schnaufend und fluchend schafft sie’s gerade so, in den Zug zu hüpfen, bevor der sich in Bewegung setzt. Während ich die Abteile nach den anderen aus der Gruppe und 3  freien Plätzen durchforste, lässt Gesine sehr zum Vergnügen einiger Herren von der Bahnpolizei heftig  Dampf ab. Asyl finden wir bei Ute, Peggy und Dirk. Im Nebenabteil, in dem sich’s Ingrid und Rosemarie bequemgemacht haben, treffen wir auf einen unserer Pfarrer, der vor Freude gleich die Keksdose kreisen lässt.

Die Hallenser und Elisabeth verabschieden wir bereits im Zug, wir anderen bepföteln und umarmen uns auf dem Bahnsteig. Mit Ausnahme von Ingrid, die ist dann mal weg.

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Informationen zur Datenerhebung, Speicherung und Nutzung finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Syrien Teil 2

Das obere Kloster, sehr malerisch auf’m Berg gelegen, ist griechisch-orthodox und dem hl. Segius gewidmet, der, weil er sich weigerte, dem Jupiter zu opfern, enthauptet wurde. (dumm gelaufen.) Dieses  Kloster ist der letzte Ort auf der Welt, an dem noch aramäisch gesprochen wird. Eine junge Führerin demonstriert dies  am Beispiel des “Vaterunsers“.

Auf dem Parkplatz treffen wir unseren Fahrer nebst repariertem Bus und können das zwischengelagerte Gepäck wieder einladen. Griseldis behauptet nun steif und fest, Rucksack und  Jacke im Kleintransporter gelassen zu haben (“das ist jetzt nicht war, Griseldis, oder?!!!“), aber Sergius sei Dank hat sie sich geirrt, die Klamotten liegen einsam und verlassen im Café rum.

 

Das zweite Kloster “Mar Thekla“, ein Frauenkloster, ebenfalls griechisch-orthodox, liegt in einer Schlucht und ist um Grotte und Grab der heiligen Thekla, einer Märtyrerin aus der Apostelgeschichte, gebaut. In der Schlucht rutscht zur Abwechslung mal Anne aus, es geht aber gut ab, nichts mit neuem Märtyrertum. Nun haben wir uns das Shoppen verdient! Allerdings fahren wir nicht zum Suq, der hat nämlich am heiligen Freitag geschlossen, doch das christliche Viertel hat auch Geschäfte, schaun wir einfach dort mal rein. Wir befinden uns also mal wieder “auf dem Wege nach Damaskus“. Gesine nutzt die Gelegenheit, sich im Namen der Gruppe bei Khaleb und dem Fahrer (Jaleb?) zu bedanken und die Knete zu übergeben. Khaleb freut sich, auch er hält auch noch eine kleine Rede. In Damaskus angekommen, werden wir an einer ziemlich auffälligen Kreuzung vor einem Café freigelassen und schwärmen aus. Es ist rammelig, Straßen und Läden voller Menschen, ständig wird man angehupt, und das Angebot in den Geschäften enttäuscht. Ich stelle fest, dass auch Syrien bereits in chinesischer Hand ist, die Tücher, die man hier kaufen kann, stammen zumeist von da. Etwa nach einer Stunde geben Elisabeth und ich auf und steuern das Café an. Nach und nach kleckert dort die Gruppe zusammen. Pünktlich auf die Minute sind alle wieder da, sogar Ingrid.

Zum Schluss noch ein wundervoller Ausblick vom Berg Kassiun über das Lichtermeer der Stadt, dann werden wir zum Hotel gebracht. Das ist uns von der ersten Nacht noch in guter Erinnerung, wir gehen es also ohne Argwohn an.

Während Khaleb an der Rezeption noch Anweisungen für das morgige Wecken gibt, kommt das ersten Pärchen (Fritz und Dirk), das sich bereits auf’s Zimmer begeben hatte, zurück. Es gibt nur ein Doppelbett mit nur einer Decke, welche zu teilen sie nicht bereit sind.  Der Rezeptionsmensch gestikuliert, erzählt was von “Hotel  ausgebucht“. Während Fritz und Dirk ihr Zimmer mit Griseldis tauschen, die als Einzelbewohnerin natürlich getrennte Betten hat, erscheint ein Vertreter des nächsten Paares. Ute. Doppelbett mit nur einer Decke. Zwischendurch will der Rezeptionist von Elisabeth wissen, wann wir geweckt werden möchten. Na wie die anderen, um 4!  Warum er fragt und warum er die Antwort nicht kapiert, entzieht sich meiner Kenntnis.  Auch unser Zimmer hat nur ein Doppelbett. Während Elisabeth protestieren geht, taucht der Kofferboy auf, bastelt aus dem Sofa ein Bett und besorgt, fröhlich und in aller Ruhe Laken, Decke und Bezug, während alle anderen sehnsüchtig auf ihr Gepäck warten...

Beim Abendessen treffen wir auf eine GEBECO-Gruppe, Neuankömmlinge, vermutlich Wessis aus besserem Hause, oberstudienratsmäßig steif und übel gelaunt, so was wie “Guten Abend“ geht ihnen völlig ab. Man bekommt mit, dass sie unzufrieden mit dem Hotel sind und an einer Beschwerde basteln. Ha, bei dem Gedanken an die Hotels, die ihnen noch bevorstehen, überkommt uns ein Anflug von Schadenfreude. Abendessen ist okay, Vorspeisen, Fladenbrot, welches wir nun mehr so gern sehen bzw. essen, Reis, Yoghurtsoße und Fleisch. Pudding. Der Bedienungsservice hat sich während der letzen Woche keinesfalls verbessert. Nur haarscharf verpasst einer der Speisekellner die Chance, von mir eine gelangt zu kriegen! (erst muss ich 2x den Kopf einziehen, weil er die Soßenschüssel so blöd hält hält, dann rempelt er mich beim Abräumen so grob von der Seite an, dass ich fast vom Stuhl kippe, natürlich ohne Entschuldigung)

So, für heute reicht es, noch ein Pfeifchen im Foyer, später, nach bestandenen Kampf mit dem Koffer noch eins auf dem Balkon und “gute Nacht“.

Samstag, 15.November 2008 – Damaskus – Frankfurt – Leipzig

Wecken um 4 hat schon mal nicht geklappt. Es ist 20 nach, als das Telefon klingelt. Selbst das haben wir nur Carola und Cathrin zu verdanken! Ich kämpfe mit dem Koffer, der Gepäckträger scharrt bereits mit den Hufen. Elisabeth geht schon runter. Koffer abschließen ist nicht, ich kann den Schlüssel nicht finden. Muss es eben so gehen. Für das Frühstück ist die Zeit zu knapp. Wir müssen los. Ich bin sauer, früh ohne Kaffee geht gar nichts. Dann auch noch Rosemaries Begrüßung, die statt des üblichen “Guten Morgen“ lautet “Dein Klopapier lag noch im Bus!“ Mal abgesehen davon, dass es nicht meins ist, baut so was auf. Elisabeth, die der Klopapiergruß als nächstes trifft, ist auch gleich richtig auf den Tag eingestimmt. Gut, dass wir nach Hause fliegen. Draußen ist Nebel. Bei dem Gedanken an die Plinsen aus neuen GEBECO-Gruppe stimmt dies  allerdings eher fröhlich, es sei ihnen vergönnt! Am besten täglich. Das Einchecken auf dem Flughafen geht flott, Khaleb kümmert sich um das Gepäck, wir kriegen eine Handvoll Klebeteile, machen sie fest + verabschieden uns erst mal von der Last. Bei näherer Betrachtung der Anhänger merkt man später, dass ein Teil der Koffer nun Elisabeth gehört. (Mal sehen, wie sie die alle wegkriegt!)

Beim Abschied von Khaleb prägt Fritz mal wieder einen goldenen Satz: “Wenn ich das nächste Mal nach Syrien komme, hoffe ich, dass auch die Ukraine zu Euch gehört!“

Es bleibt ausreichend Zeit, in den Shops rumzuschnarchen um die letzten Pfunde loszuwerden und einen Kaffee zu trinken, dann auf zum GateDann allerdings passiert erst mal gar nichts, denn es nebelt noch immer. 8.00 Uhr sollte Start sein. Gegen 8.45 wird im Transitraum ein Raucherbereich eröffnet. Irgendwann nach 9.00 werden wir in den Flieger gelassen. O-Ton Elisabeth: “Damaskus 9.00 Uhr. Nebel. Die Frisur sitzt!“

Zwischenlandung in Aleppo, dort wird die Kiste richtig aufgefüllt, dann geht es tatsächlich Richtung Frankfurt. Syrian Airlines ist nicht besonders komfortabel und der Bordservice entspricht qualitativ den Getränkekellnern in syrischen Hotels, aber man hat irgendwie mehr Beinfreiheit als in Maschinen anderer Fluggesellschaften. Schwierig ist es allerdings, für die Sammlung von Hedwigs Cousin eine Kotztüte zu finden, die gibt’s nämlich nicht an jedem Platz.

Die Verspätung der Maschine hält sich in Grenzen, wir dürfen also hoffen, den Zug, für den wir reserviert haben, zu kriegen. Wenn es ihn denn gibt. Auschecken, Gepäck fassen, mein Koffer als letzter, kennen wir schon, in den Bus zum Fern-bahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, das alles, um auf dem Bahnsteig zu erfahren, dass es diesen Zug nicht gibt, wir unsere Reservierung vergessen können und heute in die Richtung sowieso nichts mehr fährt. Es lebe die Deutsche Bahn!!!

Vom Hauptbahnhof allerdings könnte noch was abgehen. Genaues weiß man nicht, es könnte knapp werden, aber vielleicht ....???.

Okay. Runter vom Bahnsteig, Rolltreppe abwärts, macht Spaß mit den Koffern, Gesine hat zu ihrem noch den von Griseldis an der Backe, rein in die S-Bahn, zum Hauptbahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, für Gesine verdoppelt ..Kurz vor dem Bahnsteig, an dem der für uns infrage kommende Zug stehen kööönnte, nicht aber steht, schicken uns zwei (wirklich) nette Bahnmitarbeiter am Nebengleis in einen verspäteten Zug bis Hanau, dort soll wohl ein Zug nach Leipzig eingesetzt werden. Wir schaffen es gerade, uns und das Gepäck reinzuquetschen. Knappe Viertelstunde bis Hanau. DA steht doch tatsächlich ein Zug NACH LEIPZIG. Allerdings auf dem Nachbargleis, welches nur über Treppen zu erreichen ist. Erst runter, dann auf der anderen Seite wieder hoch. Prima! Ich verfluche meinen Koffer und jegliche  Datteln, Kekse, Steine. Während Dirk und Fritz locker und flockig mit ihren Köfferchen entschwinden, bewältigt Gesine Griseldis’ Koffer, dann ihr eigenes Gepäck und letztlich noch das von Ingrid. Schnaufend und fluchend schafft sie’s gerade so, in den Zug zu hüpfen, bevor der sich in Bewegung setzt. Während ich die Abteile nach den anderen aus der Gruppe und 3  freien Plätzen durchforste, lässt Gesine sehr zum Vergnügen einiger Herren von der Bahnpolizei heftig  Dampf ab. Asyl finden wir bei Ute, Peggy und Dirk. Im Nebenabteil, in dem sich’s Ingrid und Rosemarie bequemgemacht haben, treffen wir auf einen unserer Pfarrer, der vor Freude gleich die Keksdose kreisen lässt.

Die Hallenser und Elisabeth verabschieden wir bereits im Zug, wir anderen bepföteln und umarmen uns auf dem Bahnsteig. Mit Ausnahme von Ingrid, die ist dann mal weg.

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Syrien Teil 2

Das obere Kloster, sehr malerisch auf’m Berg gelegen, ist griechisch-orthodox und dem hl. Segius gewidmet, der, weil er sich weigerte, dem Jupiter zu opfern, enthauptet wurde. (dumm gelaufen.) Dieses  Kloster ist der letzte Ort auf der Welt, an dem noch aramäisch gesprochen wird. Eine junge Führerin demonstriert dies  am Beispiel des “Vaterunsers“.

Auf dem Parkplatz treffen wir unseren Fahrer nebst repariertem Bus und können das zwischengelagerte Gepäck wieder einladen. Griseldis behauptet nun steif und fest, Rucksack und  Jacke im Kleintransporter gelassen zu haben (“das ist jetzt nicht war, Griseldis, oder?!!!“), aber Sergius sei Dank hat sie sich geirrt, die Klamotten liegen einsam und verlassen im Café rum.

 

Das zweite Kloster “Mar Thekla“, ein Frauenkloster, ebenfalls griechisch-orthodox, liegt in einer Schlucht und ist um Grotte und Grab der heiligen Thekla, einer Märtyrerin aus der Apostelgeschichte, gebaut. In der Schlucht rutscht zur Abwechslung mal Anne aus, es geht aber gut ab, nichts mit neuem Märtyrertum. Nun haben wir uns das Shoppen verdient! Allerdings fahren wir nicht zum Suq, der hat nämlich am heiligen Freitag geschlossen, doch das christliche Viertel hat auch Geschäfte, schaun wir einfach dort mal rein. Wir befinden uns also mal wieder “auf dem Wege nach Damaskus“. Gesine nutzt die Gelegenheit, sich im Namen der Gruppe bei Khaleb und dem Fahrer (Jaleb?) zu bedanken und die Knete zu übergeben. Khaleb freut sich, auch er hält auch noch eine kleine Rede. In Damaskus angekommen, werden wir an einer ziemlich auffälligen Kreuzung vor einem Café freigelassen und schwärmen aus. Es ist rammelig, Straßen und Läden voller Menschen, ständig wird man angehupt, und das Angebot in den Geschäften enttäuscht. Ich stelle fest, dass auch Syrien bereits in chinesischer Hand ist, die Tücher, die man hier kaufen kann, stammen zumeist von da. Etwa nach einer Stunde geben Elisabeth und ich auf und steuern das Café an. Nach und nach kleckert dort die Gruppe zusammen. Pünktlich auf die Minute sind alle wieder da, sogar Ingrid.

Zum Schluss noch ein wundervoller Ausblick vom Berg Kassiun über das Lichtermeer der Stadt, dann werden wir zum Hotel gebracht. Das ist uns von der ersten Nacht noch in guter Erinnerung, wir gehen es also ohne Argwohn an.

Während Khaleb an der Rezeption noch Anweisungen für das morgige Wecken gibt, kommt das ersten Pärchen (Fritz und Dirk), das sich bereits auf’s Zimmer begeben hatte, zurück. Es gibt nur ein Doppelbett mit nur einer Decke, welche zu teilen sie nicht bereit sind.  Der Rezeptionsmensch gestikuliert, erzählt was von “Hotel  ausgebucht“. Während Fritz und Dirk ihr Zimmer mit Griseldis tauschen, die als Einzelbewohnerin natürlich getrennte Betten hat, erscheint ein Vertreter des nächsten Paares. Ute. Doppelbett mit nur einer Decke. Zwischendurch will der Rezeptionist von Elisabeth wissen, wann wir geweckt werden möchten. Na wie die anderen, um 4!  Warum er fragt und warum er die Antwort nicht kapiert, entzieht sich meiner Kenntnis.  Auch unser Zimmer hat nur ein Doppelbett. Während Elisabeth protestieren geht, taucht der Kofferboy auf, bastelt aus dem Sofa ein Bett und besorgt, fröhlich und in aller Ruhe Laken, Decke und Bezug, während alle anderen sehnsüchtig auf ihr Gepäck warten...

Beim Abendessen treffen wir auf eine GEBECO-Gruppe, Neuankömmlinge, vermutlich Wessis aus besserem Hause, oberstudienratsmäßig steif und übel gelaunt, so was wie “Guten Abend“ geht ihnen völlig ab. Man bekommt mit, dass sie unzufrieden mit dem Hotel sind und an einer Beschwerde basteln. Ha, bei dem Gedanken an die Hotels, die ihnen noch bevorstehen, überkommt uns ein Anflug von Schadenfreude. Abendessen ist okay, Vorspeisen, Fladenbrot, welches wir nun mehr so gern sehen bzw. essen, Reis, Yoghurtsoße und Fleisch. Pudding. Der Bedienungsservice hat sich während der letzen Woche keinesfalls verbessert. Nur haarscharf verpasst einer der Speisekellner die Chance, von mir eine gelangt zu kriegen! (erst muss ich 2x den Kopf einziehen, weil er die Soßenschüssel so blöd hält hält, dann rempelt er mich beim Abräumen so grob von der Seite an, dass ich fast vom Stuhl kippe, natürlich ohne Entschuldigung)

So, für heute reicht es, noch ein Pfeifchen im Foyer, später, nach bestandenen Kampf mit dem Koffer noch eins auf dem Balkon und “gute Nacht“.

Samstag, 15.November 2008 – Damaskus – Frankfurt – Leipzig

Wecken um 4 hat schon mal nicht geklappt. Es ist 20 nach, als das Telefon klingelt. Selbst das haben wir nur Carola und Cathrin zu verdanken! Ich kämpfe mit dem Koffer, der Gepäckträger scharrt bereits mit den Hufen. Elisabeth geht schon runter. Koffer abschließen ist nicht, ich kann den Schlüssel nicht finden. Muss es eben so gehen. Für das Frühstück ist die Zeit zu knapp. Wir müssen los. Ich bin sauer, früh ohne Kaffee geht gar nichts. Dann auch noch Rosemaries Begrüßung, die statt des üblichen “Guten Morgen“ lautet “Dein Klopapier lag noch im Bus!“ Mal abgesehen davon, dass es nicht meins ist, baut so was auf. Elisabeth, die der Klopapiergruß als nächstes trifft, ist auch gleich richtig auf den Tag eingestimmt. Gut, dass wir nach Hause fliegen. Draußen ist Nebel. Bei dem Gedanken an die Plinsen aus neuen GEBECO-Gruppe stimmt dies  allerdings eher fröhlich, es sei ihnen vergönnt! Am besten täglich. Das Einchecken auf dem Flughafen geht flott, Khaleb kümmert sich um das Gepäck, wir kriegen eine Handvoll Klebeteile, machen sie fest + verabschieden uns erst mal von der Last. Bei näherer Betrachtung der Anhänger merkt man später, dass ein Teil der Koffer nun Elisabeth gehört. (Mal sehen, wie sie die alle wegkriegt!)

Beim Abschied von Khaleb prägt Fritz mal wieder einen goldenen Satz: “Wenn ich das nächste Mal nach Syrien komme, hoffe ich, dass auch die Ukraine zu Euch gehört!“

Es bleibt ausreichend Zeit, in den Shops rumzuschnarchen um die letzten Pfunde loszuwerden und einen Kaffee zu trinken, dann auf zum GateDann allerdings passiert erst mal gar nichts, denn es nebelt noch immer. 8.00 Uhr sollte Start sein. Gegen 8.45 wird im Transitraum ein Raucherbereich eröffnet. Irgendwann nach 9.00 werden wir in den Flieger gelassen. O-Ton Elisabeth: “Damaskus 9.00 Uhr. Nebel. Die Frisur sitzt!“

Zwischenlandung in Aleppo, dort wird die Kiste richtig aufgefüllt, dann geht es tatsächlich Richtung Frankfurt. Syrian Airlines ist nicht besonders komfortabel und der Bordservice entspricht qualitativ den Getränkekellnern in syrischen Hotels, aber man hat irgendwie mehr Beinfreiheit als in Maschinen anderer Fluggesellschaften. Schwierig ist es allerdings, für die Sammlung von Hedwigs Cousin eine Kotztüte zu finden, die gibt’s nämlich nicht an jedem Platz.

Die Verspätung der Maschine hält sich in Grenzen, wir dürfen also hoffen, den Zug, für den wir reserviert haben, zu kriegen. Wenn es ihn denn gibt. Auschecken, Gepäck fassen, mein Koffer als letzter, kennen wir schon, in den Bus zum Fern-bahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, das alles, um auf dem Bahnsteig zu erfahren, dass es diesen Zug nicht gibt, wir unsere Reservierung vergessen können und heute in die Richtung sowieso nichts mehr fährt. Es lebe die Deutsche Bahn!!!

Vom Hauptbahnhof allerdings könnte noch was abgehen. Genaues weiß man nicht, es könnte knapp werden, aber vielleicht ....???.

Okay. Runter vom Bahnsteig, Rolltreppe abwärts, macht Spaß mit den Koffern, Gesine hat zu ihrem noch den von Griseldis an der Backe, rein in die S-Bahn, zum Hauptbahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, für Gesine verdoppelt ..Kurz vor dem Bahnsteig, an dem der für uns infrage kommende Zug stehen kööönnte, nicht aber steht, schicken uns zwei (wirklich) nette Bahnmitarbeiter am Nebengleis in einen verspäteten Zug bis Hanau, dort soll wohl ein Zug nach Leipzig eingesetzt werden. Wir schaffen es gerade, uns und das Gepäck reinzuquetschen. Knappe Viertelstunde bis Hanau. DA steht doch tatsächlich ein Zug NACH LEIPZIG. Allerdings auf dem Nachbargleis, welches nur über Treppen zu erreichen ist. Erst runter, dann auf der anderen Seite wieder hoch. Prima! Ich verfluche meinen Koffer und jegliche  Datteln, Kekse, Steine. Während Dirk und Fritz locker und flockig mit ihren Köfferchen entschwinden, bewältigt Gesine Griseldis’ Koffer, dann ihr eigenes Gepäck und letztlich noch das von Ingrid. Schnaufend und fluchend schafft sie’s gerade so, in den Zug zu hüpfen, bevor der sich in Bewegung setzt. Während ich die Abteile nach den anderen aus der Gruppe und 3  freien Plätzen durchforste, lässt Gesine sehr zum Vergnügen einiger Herren von der Bahnpolizei heftig  Dampf ab. Asyl finden wir bei Ute, Peggy und Dirk. Im Nebenabteil, in dem sich’s Ingrid und Rosemarie bequemgemacht haben, treffen wir auf einen unserer Pfarrer, der vor Freude gleich die Keksdose kreisen lässt.

Die Hallenser und Elisabeth verabschieden wir bereits im Zug, wir anderen bepföteln und umarmen uns auf dem Bahnsteig. Mit Ausnahme von Ingrid, die ist dann mal weg.

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Syrien Teil 2

Das obere Kloster, sehr malerisch auf’m Berg gelegen, ist griechisch-orthodox und dem hl. Segius gewidmet, der, weil er sich weigerte, dem Jupiter zu opfern, enthauptet wurde. (dumm gelaufen.) Dieses  Kloster ist der letzte Ort auf der Welt, an dem noch aramäisch gesprochen wird. Eine junge Führerin demonstriert dies  am Beispiel des “Vaterunsers“.

Auf dem Parkplatz treffen wir unseren Fahrer nebst repariertem Bus und können das zwischengelagerte Gepäck wieder einladen. Griseldis behauptet nun steif und fest, Rucksack und  Jacke im Kleintransporter gelassen zu haben (“das ist jetzt nicht war, Griseldis, oder?!!!“), aber Sergius sei Dank hat sie sich geirrt, die Klamotten liegen einsam und verlassen im Café rum.

 

Das zweite Kloster “Mar Thekla“, ein Frauenkloster, ebenfalls griechisch-orthodox, liegt in einer Schlucht und ist um Grotte und Grab der heiligen Thekla, einer Märtyrerin aus der Apostelgeschichte, gebaut. In der Schlucht rutscht zur Abwechslung mal Anne aus, es geht aber gut ab, nichts mit neuem Märtyrertum. Nun haben wir uns das Shoppen verdient! Allerdings fahren wir nicht zum Suq, der hat nämlich am heiligen Freitag geschlossen, doch das christliche Viertel hat auch Geschäfte, schaun wir einfach dort mal rein. Wir befinden uns also mal wieder “auf dem Wege nach Damaskus“. Gesine nutzt die Gelegenheit, sich im Namen der Gruppe bei Khaleb und dem Fahrer (Jaleb?) zu bedanken und die Knete zu übergeben. Khaleb freut sich, auch er hält auch noch eine kleine Rede. In Damaskus angekommen, werden wir an einer ziemlich auffälligen Kreuzung vor einem Café freigelassen und schwärmen aus. Es ist rammelig, Straßen und Läden voller Menschen, ständig wird man angehupt, und das Angebot in den Geschäften enttäuscht. Ich stelle fest, dass auch Syrien bereits in chinesischer Hand ist, die Tücher, die man hier kaufen kann, stammen zumeist von da. Etwa nach einer Stunde geben Elisabeth und ich auf und steuern das Café an. Nach und nach kleckert dort die Gruppe zusammen. Pünktlich auf die Minute sind alle wieder da, sogar Ingrid.

Zum Schluss noch ein wundervoller Ausblick vom Berg Kassiun über das Lichtermeer der Stadt, dann werden wir zum Hotel gebracht. Das ist uns von der ersten Nacht noch in guter Erinnerung, wir gehen es also ohne Argwohn an.

Während Khaleb an der Rezeption noch Anweisungen für das morgige Wecken gibt, kommt das ersten Pärchen (Fritz und Dirk), das sich bereits auf’s Zimmer begeben hatte, zurück. Es gibt nur ein Doppelbett mit nur einer Decke, welche zu teilen sie nicht bereit sind.  Der Rezeptionsmensch gestikuliert, erzählt was von “Hotel  ausgebucht“. Während Fritz und Dirk ihr Zimmer mit Griseldis tauschen, die als Einzelbewohnerin natürlich getrennte Betten hat, erscheint ein Vertreter des nächsten Paares. Ute. Doppelbett mit nur einer Decke. Zwischendurch will der Rezeptionist von Elisabeth wissen, wann wir geweckt werden möchten. Na wie die anderen, um 4!  Warum er fragt und warum er die Antwort nicht kapiert, entzieht sich meiner Kenntnis.  Auch unser Zimmer hat nur ein Doppelbett. Während Elisabeth protestieren geht, taucht der Kofferboy auf, bastelt aus dem Sofa ein Bett und besorgt, fröhlich und in aller Ruhe Laken, Decke und Bezug, während alle anderen sehnsüchtig auf ihr Gepäck warten...

Beim Abendessen treffen wir auf eine GEBECO-Gruppe, Neuankömmlinge, vermutlich Wessis aus besserem Hause, oberstudienratsmäßig steif und übel gelaunt, so was wie “Guten Abend“ geht ihnen völlig ab. Man bekommt mit, dass sie unzufrieden mit dem Hotel sind und an einer Beschwerde basteln. Ha, bei dem Gedanken an die Hotels, die ihnen noch bevorstehen, überkommt uns ein Anflug von Schadenfreude. Abendessen ist okay, Vorspeisen, Fladenbrot, welches wir nun mehr so gern sehen bzw. essen, Reis, Yoghurtsoße und Fleisch. Pudding. Der Bedienungsservice hat sich während der letzen Woche keinesfalls verbessert. Nur haarscharf verpasst einer der Speisekellner die Chance, von mir eine gelangt zu kriegen! (erst muss ich 2x den Kopf einziehen, weil er die Soßenschüssel so blöd hält hält, dann rempelt er mich beim Abräumen so grob von der Seite an, dass ich fast vom Stuhl kippe, natürlich ohne Entschuldigung)

So, für heute reicht es, noch ein Pfeifchen im Foyer, später, nach bestandenen Kampf mit dem Koffer noch eins auf dem Balkon und “gute Nacht“.

Samstag, 15.November 2008 – Damaskus – Frankfurt – Leipzig

Wecken um 4 hat schon mal nicht geklappt. Es ist 20 nach, als das Telefon klingelt. Selbst das haben wir nur Carola und Cathrin zu verdanken! Ich kämpfe mit dem Koffer, der Gepäckträger scharrt bereits mit den Hufen. Elisabeth geht schon runter. Koffer abschließen ist nicht, ich kann den Schlüssel nicht finden. Muss es eben so gehen. Für das Frühstück ist die Zeit zu knapp. Wir müssen los. Ich bin sauer, früh ohne Kaffee geht gar nichts. Dann auch noch Rosemaries Begrüßung, die statt des üblichen “Guten Morgen“ lautet “Dein Klopapier lag noch im Bus!“ Mal abgesehen davon, dass es nicht meins ist, baut so was auf. Elisabeth, die der Klopapiergruß als nächstes trifft, ist auch gleich richtig auf den Tag eingestimmt. Gut, dass wir nach Hause fliegen. Draußen ist Nebel. Bei dem Gedanken an die Plinsen aus neuen GEBECO-Gruppe stimmt dies  allerdings eher fröhlich, es sei ihnen vergönnt! Am besten täglich. Das Einchecken auf dem Flughafen geht flott, Khaleb kümmert sich um das Gepäck, wir kriegen eine Handvoll Klebeteile, machen sie fest + verabschieden uns erst mal von der Last. Bei näherer Betrachtung der Anhänger merkt man später, dass ein Teil der Koffer nun Elisabeth gehört. (Mal sehen, wie sie die alle wegkriegt!)

Beim Abschied von Khaleb prägt Fritz mal wieder einen goldenen Satz: “Wenn ich das nächste Mal nach Syrien komme, hoffe ich, dass auch die Ukraine zu Euch gehört!“

Es bleibt ausreichend Zeit, in den Shops rumzuschnarchen um die letzten Pfunde loszuwerden und einen Kaffee zu trinken, dann auf zum GateDann allerdings passiert erst mal gar nichts, denn es nebelt noch immer. 8.00 Uhr sollte Start sein. Gegen 8.45 wird im Transitraum ein Raucherbereich eröffnet. Irgendwann nach 9.00 werden wir in den Flieger gelassen. O-Ton Elisabeth: “Damaskus 9.00 Uhr. Nebel. Die Frisur sitzt!“

Zwischenlandung in Aleppo, dort wird die Kiste richtig aufgefüllt, dann geht es tatsächlich Richtung Frankfurt. Syrian Airlines ist nicht besonders komfortabel und der Bordservice entspricht qualitativ den Getränkekellnern in syrischen Hotels, aber man hat irgendwie mehr Beinfreiheit als in Maschinen anderer Fluggesellschaften. Schwierig ist es allerdings, für die Sammlung von Hedwigs Cousin eine Kotztüte zu finden, die gibt’s nämlich nicht an jedem Platz.

Die Verspätung der Maschine hält sich in Grenzen, wir dürfen also hoffen, den Zug, für den wir reserviert haben, zu kriegen. Wenn es ihn denn gibt. Auschecken, Gepäck fassen, mein Koffer als letzter, kennen wir schon, in den Bus zum Fern-bahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, das alles, um auf dem Bahnsteig zu erfahren, dass es diesen Zug nicht gibt, wir unsere Reservierung vergessen können und heute in die Richtung sowieso nichts mehr fährt. Es lebe die Deutsche Bahn!!!

Vom Hauptbahnhof allerdings könnte noch was abgehen. Genaues weiß man nicht, es könnte knapp werden, aber vielleicht ....???.

Okay. Runter vom Bahnsteig, Rolltreppe abwärts, macht Spaß mit den Koffern, Gesine hat zu ihrem noch den von Griseldis an der Backe, rein in die S-Bahn, zum Hauptbahnhof, Rolltreppe hoch, macht Spaß mit den Koffern, für Gesine verdoppelt ..Kurz vor dem Bahnsteig, an dem der für uns infrage kommende Zug stehen kööönnte, nicht aber steht, schicken uns zwei (wirklich) nette Bahnmitarbeiter am Nebengleis in einen verspäteten Zug bis Hanau, dort soll wohl ein Zug nach Leipzig eingesetzt werden. Wir schaffen es gerade, uns und das Gepäck reinzuquetschen. Knappe Viertelstunde bis Hanau. DA steht doch tatsächlich ein Zug NACH LEIPZIG. Allerdings auf dem Nachbargleis, welches nur über Treppen zu erreichen ist. Erst runter, dann auf der anderen Seite wieder hoch. Prima! Ich verfluche meinen Koffer und jegliche  Datteln, Kekse, Steine. Während Dirk und Fritz locker und flockig mit ihren Köfferchen entschwinden, bewältigt Gesine Griseldis’ Koffer, dann ihr eigenes Gepäck und letztlich noch das von Ingrid. Schnaufend und fluchend schafft sie’s gerade so, in den Zug zu hüpfen, bevor der sich in Bewegung setzt. Während ich die Abteile nach den anderen aus der Gruppe und 3  freien Plätzen durchforste, lässt Gesine sehr zum Vergnügen einiger Herren von der Bahnpolizei heftig  Dampf ab. Asyl finden wir bei Ute, Peggy und Dirk. Im Nebenabteil, in dem sich’s Ingrid und Rosemarie bequemgemacht haben, treffen wir auf einen unserer Pfarrer, der vor Freude gleich die Keksdose kreisen lässt.

Die Hallenser und Elisabeth verabschieden wir bereits im Zug, wir anderen bepföteln und umarmen uns auf dem Bahnsteig. Mit Ausnahme von Ingrid, die ist dann mal weg.

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